Kinder brauchen Regeln

Kinder brauchen klare Regeln und Grenzen: Denn Kinder lernen dadurch, was erlaubt ist und was nicht und finden sich später leichter im Leben zurecht. Klare Strukturen schaffen Sicherheit und Geborgenheit. Wichtig ist es dabei, dass die Kindertagespflegepersonen ein gutes Vorbild abgeben und beim Setzen der Grenzen selbst bestimmte Regeln befolgen.

An diesem Abend erarbeiten wir wirkungsvolle Kommunikationsmuster und reflektieren unser eigenes Verhalten..

Kindeswohl, Kindeswohlgefährdung und Schutzauftrag im Kontext Kindertagespflege

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Kindeswohl“? Wie erkenne ich eine Kindeswohlgefährdung und: bin ich als Kindertagespflegeperson zum Kinderschutz verpflichtet? Welche Schritte muss oder sollte ich einleiten, wenn ich unsicher bin, ob es einem Kind zu Hause gut geht? Und was hat es mit § 8 a SGB VIII auf sich?

Solche und ähnliche Fragen stellen sich Kindertagespflegepersonen in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern. Im Seminar werden Sie für die Macht-Ohnmacht-Verhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern sensibilisiert und in das Leitbild einer gewaltfreien Erziehung eingeführt. Sie lernen die körperlichen, geistigen und seelischen Grundbedürfnisse von Kindern unterschiedlicher Altersstufen sowie Gefährdungsmerkmale kennen. Zur Erhöhung Ihrer Handlungssicherheit werden Sie mit dem Schutzauftrag nach § 8 a SGB VIII und dem im Landkreis Fulda vorgesehenen Vorgehen zur Verdachtsabklärung einer Kinderwohlgefährdung vertraut gemacht.

Es war einmal

Jeder kennt Märchen, der eine liebt sie, der andere ist eher skeptisch beim Einsatz von Märchen in der Kindertagespflege. Dem Märchen liegt eigentlich für Kinder ein Zauber inne, der für uns Erwachsene nicht immer zugänglich ist.

Im Seminar setzen wir uns mit den wesentlichen Merkmalen von Märchen, ihre bildhafte Sprache und ihre Wirkung auf die Seelen der Kinder auseinander. Dabei gibt es bestimmt spanende Diskussionen zu den vermeintlichen „Grausamkeiten“ im Märchen und vielleicht trägt der Abend dazu bei, diese neu zu bewerten. Es werden Einsatzmöglichkeiten angesprochen, welches Märchen für welches Alter geeignet erscheint und Möglichkeiten des kreativen Einsatzes aufgezeigt.

Voraussetzungen schaffen für eine wirksame Präsentation der eigenen Kindertagespflegestelle

Die Kindertagespflege ist nun mal nicht die einzige Form der Kindertagesbetreuung. Deshalb ist es notwendig, dass Kindertagespflegepersonen das Besondere ihrer Tagespflege in der Unterscheidung zu anderen Betreuungsformen klar erkennen und auch nach außen darstellen.

Möchten Sie

  • - mehr Eltern für Ihre Kindertagespflege interessieren?
  • - dass Ihre KTP bekannter wird?
  • - das Image Ihrer KTP auf die Grundlage einer fachlichen Kompetenz stellen, um den Eltern die Entscheidung für Ihre KTP zu erleichtern?

Der erste Schritt, um dies zu erreichen, ist die Erarbeitung eines eigenen Profils und die Klärung der Inhalte und Ziele in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern.

Der zweite Schritt besteht aus der Überlegung, wie Ihre Öffentlichkeitsarbeit aussehen kann und durch welche Maßnahmen Sie die Eltern am besten erreichen.

Im dritten Schritt geht es um die praktische Umsetzung in Form einer Webseite. Dadurch wird es möglich, Ihre Kindertagespflegestelle den Eltern vorzustellen und in der Öffentlichkeit publik zu machen.

Inhalte dieser Fortbildung:

 

Erarbeitung und Vorstellung eines persönlichen Profils:

  • - Wer bin ich? - Was sind meine Potentiale? Wo liegen meine Stärken?
  • - Welche pädagogischen Inhalte und Ziele sind mir besonders
    wichtig?
  • - Was ist das Besondere an meiner Tagespflege?
  • - Welche Kompetenzen/Rahmenbedingungen kann ich anbieten?

 

 

Öffentlichkeitsarbeit in der Kindertagespflege

  • - Inhalte/Ziele/Formen der Öffentlichkeitsarbeit
  • - Mein persönliches Image in der Tagespflege:
    Wie kann ich mich in der Öffentlichkeit positiv und wirksam präsentieren?
  • - Durch welche Maßnahmen kann ich die Eltern am besten erreichen?

 

Praktische Umsetzung:

  • - Informationen zum Webseiten-Baukastensystem, das in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband speziell für die Bedürfnisse der Kindertagespflege entwickelt wurde

Erstellen einer Webseite mit der Option, eigene Texte und Bilder einzubauen

"Mein pädagogisches Konzept in der Kindertagespflege"

Ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung!

Spätestens seit Beginn der kompetenzorientierten Qualifizierung ist die Darstellung der alltäglichen Arbeitmittels eines individuellen Konzeptes ein großes Thema in der Kindertagespflege.

In diesem Kurs bekommen Sie Unterstützung, Ihre heutigen persönlichen biografischen/ fachlichen Kompetenzen herauszuarbeiten

und in ein modernes, schriftliches Konzept Ihrer Kindertagespflegestelle einzubringen (oder Ihr bisheriges Konzept zu überarbeiten!).“

Singen mit Kindern

Singen ist die musikalische Früherziehung schlechthin.

Für kleine Kinder ist der Unterschied zwischen Sprechen und Singen nicht groß - beides hat Rhythmus und Melodie und eignet sich als Ausdruck für Gefühle, zum Erzählen von Geschichten, zum Entspannen oder Kommunizieren. Wir können in unserem Alltag an vielen Stellen die Sprache durch kleine Lieder oder Singen ersetzen. So wird Singen zu einer schönen Selbstverständlichkeit.

Praxisberatung / Supervision in der Kindertagespflege

Was heißt Erziehungspartnerschaft und Zusammenarbeit mit den Eltern? Wie grenze ich mich ab? Wie führe ich schwierige Gespräche?

Wie geht es mir mit Eingewöhnung und Abschied?

Wie reagiere ich bei besonderenVerhaltensweisen der Kinder? Wie handle ich bei Eifersucht und Streit? Wie setze ich wirkungsvoll Grenzen?

Wie erlebe ich meine Rolle als Kindertagespflegeperson? Wie biete ich meine Dienstleistung an?

Auffälliges Verhalten von Flüchtlingskindern verstehen Symptome - Ursachen - Handlungsmöglichkeiten

Manche Flüchtlingskinder zeigen in der Kindergruppe der Kindertagespflege immer wieder Verhaltensauffälligkeiten. Sie fallen auf durch mangelnde Kooperation, motorische Unruhe, schwache Aufmerksamkeit. Sie sorgen für Ärger und Unruhe in der Gruppe, weil sie sich verweigern, ständig stören oder sogar aggressiv reagieren. Andere entwickeln soziale Ängste, sind sehr zurückhaltend oder schweigsam und einige Kinder reagieren in für uns normalen und gut durchschaubaren Alltagssituationen „seltsam“.

Wir können die Botschaft, die diese Kinder durch ihr auffälliges Verhalten an uns senden manchmal nicht entziffern. Dies kann Kindertagespflegepersonen an die Grenzen des pädagogischen Handelns führen.

In dieser Fortbildung schauen wir auf die Situation der Flüchtlingskinder und ihrer Familien in den Herkunftsländern und gehen auf die Suche nach den speziellen Ursachen für ihr auffälliges Verhalten.

Indem wir dieses Verhalten als Botschaft und Lösungsversuch des Kindes für seine Probleme erkennen, erschaffen wir eine Basis für die Zusammenarbeit und Problem-Lösung. Durch Beziehungsaufbau, verstärkte nonverbale Verständigung und durch konkrete Interventionen, besonders im Konfliktfall, fördern wir die Integration des Flüchtlingskindes in die Kindergruppe der Kindertagespflege.

Ziel dieser Fortbildung ist es, die besondere Situation von Flüchtlingskindern zu verstehen und das eigene pädagogische Handeln danach auszurichten.

 

Inhalte dieser Fortbildung:

 

  • Blick auf die Herkunftsländer und die Familiensysteme von Flüchtlingskindern
  • Sensibilisierung für die Unterschiede anderer Kulturkreise
  • Auswirkungen von Flucht und Verlust auf die Kinder und ihre Familien
  • andere Ursachen in der Familie / im Kind / in der Gruppe der Kindertagespflege
  • auffälliges Verhalten als Botschaft und Lösungsversuch erkennen
  • Beziehung aufbauen durch nonverbale Kommunikation
  • Konkrete Interventionsmöglichkeiten, die unterstützend wirken
  • Umgang mit Konflikten/Grenzüberschreitung
  • Fallbesprechungen

Aktuelle Rechtsfragen in der Kindertagespflege

Der rechtliche Bereich in der Kindertagespflege ist immer neuen Veränderungen unterworfen. Das Seminar soll einen Überblick über den aktuellen Stand vermitteln, dient aber auch der Auffrischung und Aktualisierung bereits vorhandener Kenntnisse. Den Teilnehmenden wird die Möglichkeit gegeben, rechtliche Fragen und Probleme aus ihrem Arbeitsalltag anzusprechen und mit anderen Kindertagespflegpersonen in einen kollegialen Austausch zu kommen. 

Der Betrag wird per Einzugsermächtigung vom Konto abgebucht. Die Anmeldung ist verbindlich und muss spätestens zwei Werktage vor Beginn des Seminars bei der Geschäftsstelle abgesagt werden. Bei Nichtteilnahmen ohne rechtzeitige Absage müssen wir die volle Kursgebühr berechnen. Es kann jedoch ein/e Ersatzteilnehmer/in aus der Zielgruppe gestellt werden.