Neuerungen Landesförderung Bambini / Knirps

Mit unserem Newsletter möchten wir Sie über die neuerung aufgrund des Hessischen Kinderförderungsgesetzes informieren, welches zum 01. Januar 2014 in Kraft getreten ist.

Erstmals kann die Förderung des Landes Hessen für Kindertagespflegepersonen zusammen mit der Auszahlung des Betrages zur Anerkennung der Förderleistung der Kindertagespflegepersonen erfolgen. Mit diesen Änderungen besteht die Möglichkeit einer vereinfachten Finanzabwicklung. Das bisher erfolgte monatliche Antrags- und Bewilligungsverfahren der Bambini/Knirps-Mittel entfällt damit ab Januar 2014.

 

Mit der Auszahlung einer Gesamtbetrages verbessert sich die finanzielle Planung seitens der Kindertagespflegeperson, da immer der gleiche Betrag an öffentlicher Förderung sicher und kalkulierbar ist.Außerdem haben zukünftig auch Kindertagespflegepersonen einen Anspruch auf Förderung, die weniger als 15 Wochenstunden betreuen.

 

Die laufende Geldleistung setzt sich künftig wie folgt zusammen:

  1. 1,80 € pro nachgewiesener Betreuungsstunde und betreutem Kind für die Erstattung angemessener Kosten, die der Kindertagespflegeperson für den Sachaufwand entstehen.
  1. 3,60 € pro nachgewiesener Betreuungsstunde und betreutem Kind zur Anerkennung der Förderleistung der Kindertagespflegeperson. Hierauf wird die Landesförderung gemäß § 32a Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetz (HKJGB)angerechnet, d.h. die Landesförderung gilt mit Auszahlung des Betrages von 3,60 € als weitergeleitet. Der Betrag in Höhe von 3,60 € setzt sich zusammen aus 2,20 € Anerkennung der Förderleistung des Jugendamtes plus 1,40 € anteilige Landesförderung.

Der Gesamtstundenbetrag nach § 23 Abs.1,Nr 1 und 2 SGB VIII erhöht sich somit von 4,00 €auf 5,40 € bzw. von 4,20 € auf 5,60 € bei pädagogischer Ausbildung der Kindertagespflegeperson.

 

 

Änderung beimNachweis von Aufbauqualifizierungen:

Der Betrag nach Ziff. 2 reduziert sich um 1,40 € pro nachgewiesener Betreuungsstunde, wenn die Kindertagespflegeperson nicht die Teilnahme an einer Aufbauqualifizierung im Umfang von mindestens 20 Unterrichtseinheiten im vorherigen Kalenderjahr nachweist.

Die 20 Unterrichtseinheiten müssen also zukünftig während eines Kalenderjahres erfolgen und können nicht mehr, wie bisher, jahresübergreifend abgeleistet werden.

 

Aufgrund der neuen gesetzlichen Regelung sind Kindertagespflegepersonen, die pausieren, ebenfalls verpflichtet, 20 Unterrichtseinheiten im Kalenderjahr zu absolvieren.

Private Zuzahlungen von Dritten an die Kindertagespflegeperson sind, mit Ausnahme von Essensgeld, grundsätzlich nicht vorgesehen.

Die Auszahlung erfolgt monatlich nach Vorlagedes Stundennachweises über die tatsächlich geleisteten Betreuungsstunden.

Für die Eingewöhnungszeit werden pauschal 20 Stunden ohne Nachweis vergütet.

Bitte denken Sie daran, dass nur rechtzeitig, d.h. vor Betreuungsbeginn eingereichte und vollständig ausgefüllte Anträge zeitgerecht bearbeitet werden können. Dieses ist im Interesse aller Beteiligten notwendig.

 

Hinweis für alle Kindertagespflegepersonen, die Kinder aus dem Landkreis Fulda betreuen:

Im Landkreis Fulda gilt die Regelung weiterhin nur für Kinder im Alter bis zu 3 Jahren. In diesem Entgelt ist die jeweilige Förderung der Städte und Gemeinden enthalten.

Aktuelles aus der Kindertagespflege

Die Kindertagespflege in Stadt und Landkreis Fulda ist beispielhaft in den Leitfäden des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Gesundheit erwähnt. Der Leitfaden enthält Praxisbeispiele und Handreichungen zum qualitätsvollen Ausbau der Kindertagespflege.Die Broschüren richten sich an Eltern, Kindertagespflegepersonen, Unternehmen und Jugendämter. Die Broschüren können unterwww.bmfsfj.de abgerufen werden.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Das Team der Fachstellen Kindertagespflege

 

 

 

 Quelle: Newsletter Kindertagespflege von Stadt und Lankreis Fulda